Die fünf Netzebenen im Überblick

Netzebenen der Glasfaser-Infrastruktur
EbeneAbschnittTypische Technik
NE1Überregionales Backbone zwischen Städten und RegionenHauptleitungen der Netzbetreiber
NE2Regionale Verteilung zu Netzknoten (PoP)Zuführungsnetze
NE3Letzte Meile: PoP bis HausübergabepunktErdverlegte Mikrorohre, Muffen, Einblastechnik
NE4Gebäude: Übergabepunkt bis WohnungSteigleitungen, Etagenverteiler, Anschlussdosen
NE5Wohnung: Dose bis Router/EndgerätPatchkabel, Inhouse-Fasern

Für Steckverbinder-Hersteller sind NE3 bis NE5 die relevanten Ebenen: Hier werden konfektionierte und feldmontierbare Verbindungen gesetzt, oft unter Zeitdruck und in großer Zahl.

FTTB, FTTH, FITH: wo endet die Faser?

FTTB (Fiber to the Building) führt die Glasfaser bis zu einem zentralen Punkt im Gebäude; die letzten Meter laufen über Bestandskupfer. FTTH (Fiber to the Home) zieht die Faser durch bis in die einzelne Wohneinheit und ist damit die zukunftssichere Vollausbaustufe. FITH (Fiber in the Home) denkt den Gedanken zu Ende und verkabelt auch innerhalb der Wohnung mit Glasfaser.

Einblasen oder Einziehen: was schont die Faser?

Beim Einblasen trägt Druckluft das Kabel durch ein druckdichtes Mikrorohr; es schwimmt auf einem Luftpolster und bleibt nahezu zugkraftfrei. Ein marktübliches Maß für Hausanschlüsse ist das Mikrorohr 7 × 1,5 mm (Außendurchmesser 7 mm, Innendurchmesser 4 mm). Beim Einziehen wirkt die Zugkraft des Seils direkt auf das Kabel, was Länge und Kabelwahl begrenzt.

Das FEMOtech-Stecksystem ELC/ESC ist für beide Verfahren und zusätzlich für das Einschieben ausgelegt; der fertig konfektionierte Stecker reist mit. Einblasstrecken über 300 m sind mit dem Mikrorohr AD 7 mm / ID 4 mm realisierbar.

Spleißen oder stecken?

Ein Fusionsspleiß bleibt erste Wahl, wo dauerhaft und mit minimaler Dämpfung verbunden wird: in Muffen und Verteilern der NE3. In NE4 und NE5 kehrt sich das Bild um: Viele Standorte, wenige Verbindungen je Standort, enge Zeitfenster. Hier sparen steckbare Systeme das Spleißgerät, den Schulungsaufwand und Montagezeit je Wohneinheit. Beim FEMOtech-System genügt Standard-Equipment für Konfektionierung, Schleifen und Polieren; komplettiert wird vor Ort mit Gehäuse und Verriegelung.

Warum das Tempo zählt

Deutschland baut aus: Laut BREKO-Marktanalyse 2025 lag die Ausbauquote (Homes Passed) Mitte 2025 bei 52,8 %, die Anschlussquote (Homes Connected) bei 27,3 %. Zwischen beiden Quoten liegt genau die Arbeit, die in NE4 und NE5 stattfindet: Wohneinheit für Wohneinheit anschließen. Jede eingesparte Viertelstunde pro Anschluss multipliziert sich mit Tausenden Wohneinheiten.